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Welcher Geograph kennt das nicht: Im Bekanntenkreis erzählt man, dass man Geographie studiert und schon runzelt sich die Stirn des Gegenübers. Geographie - was machst du denn damit? Länder und Hauptstädte auswendig lernen, Karten zeichnen oder Löcher graben?
Ganz falsch!
Die Geographie ist eine sehr vielschichtige interdisziplinäre Raumwissenschaft. Sie bedient sich diverser Nachbarwissenschaften, wie den Sozialwissenschaften, der Rechts- und Wirtschaftswissenschaften und verschiedenen Naturwissenschaften.
Ein Geograph befindet sich an der Schnittstelle vieler relevanter Wissenschaften und Politikbereiche, ist somit in vielen Bereichen einsetzbar. Es gibt aber nicht den festgelegten Beruf „Geograph(-in)“, was wohl das allgemeine Unverständnis unserer Mitmenschen erklärt.
Das Studium der Geographie an der Uni Osnabrück gliedert sich in die Teilbereiche Wirtschafts- und Sozialgeographie sowie Physische Geographie. Ich habe meinen Studienschwerpunkt in der Wirtschafts- und Sozialgeographie gelegt, die durch Fachmethodik ergänzt wird. Dazu zählen Statistik, empirische Sozial- und Regionalforschung, qualitative Methoden, Evaluationen, Geoinformatik, Luft- und Satellitenbildauswertung, Kartographie und nicht zuletzt Moderation und Teamarbeit.
Der Vielseitigkeit in der Ausbildung verdanken es Geographen, dass sie in verschiedensten Bereichen tätig werden können, bspw. Tourismus, Entwicklungshilfe, Stadtplanung, Quartiersmanagement, Wirtschaftsförderung, Sozialplanung, Umweltfirmen, Consulting, Projektmanagement, Standortplanung, Trassenplanung, Stadtmarketing oder Einsatz von Geoinformationssystemen. Und das war noch lange nicht alles!
Informationen für Interessierte oder Studienanfänger bietet die Seite der Geographie-Fachschaft und FrOG - Freunde der Osnabrücker Geographie, bei denen ich Mitglied bin.
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